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indem er Kaninchen fing und Muſcheln ſammelte, fuͤr Abwechſelung in ihrer Nahrung. So haͤtten die Liebenden keine Urſach gehabt, ſich uͤber ihre Lage zu beklagen, wäre das fruhere Ungluͤck nicht geweſen. Die Einſamkeit aber, ſo wie Bianca's Trubſinn, leiteten Tebaldo zu manchem Zeichen der Zaͤrtlichkeit, welches faſt eben ſo peinlich zu geben, als zu unterdruͤcken war. Es iſt daher kein Wunder, wenn nach und nach Worte uͤber ſeine Lippen ſtroͤmten, welche ſeine Liebe wie ſeine Ungeduld ausdrcktenz ſie antwortete dar⸗ auf nur durch ihre Thränen.
Endlich, als ſie eines Tages auf einem be⸗ mooſten Steine ſaßen, und in die weite oͤde See blickten, erfaßte Beide plotzlich eine ſo unuͤber⸗ windliche Wehmuth, daß ſie ſich mit verzweiflungs⸗ vollem Blicke einen Moment anſahen, und dann ſich in die Arme fielen. Aber im nachſten riſſen ſie ſich auch ſchon wieder gewaltſam los, und während Bianca ſich das Geſicht mit beiden Haͤn⸗ den bedeckte, ſagte Tebaldo:
„Ich kann dies Leben nicht länger tragen. Beſſer war es uns, als wir getrennt lebten, du in Sizilien und ich Europa, vergebens nach Ruhe ſtrebend, durchſtreifte. Die Trennung war ſchmerz⸗ lich, doch unfreiwillig, und nicht ſo peinlich als die jetzige. Deine Thraͤnen fließen, daß ich es


