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bung, wie ſie gelebt und geliebt hatten. So ſaßen ſie in martervoller Stimmung neben ein⸗ ander in der Kajuͤte, und horchten auf die dro⸗ henden Schlaͤge des Waſſers gegen das Schiff, als ſie ploͤtzlich nicht weit von ſich lautes Geſchrei vernahmen. Tebaldo ſah ſich um, woher es kom⸗ me, und— erblickte die betrunkenen Schiffsleute, welche ſo eben in den Boten in die offene See ſtießen. Ein Streifchen Land, welches nur ihr erfahrenes Auge jetzt ſchon zu entdecken vermochte, verleitete ſie zu dieſem verzweifelten Entſchluſſe. Noch waren ſie aber nicht weit geſteuert, als drei thurmhohe Wogenberge, groͤßer als alle ihre Vorgänger, die Boote erfaßten, umwarfen, und Alle, welche darin waren, in den tiefen Abgrund begruben. Die folgenden Wellen brachten Einen nach dem Andern wieder empor, aber vergebens war ihr Ringen; nicht einmal das Todesgeſchrei der Ungluͤcklichen konnten Tebaldo und Bianca vor dem Geheul des Sturmes hoͤren.
Es ſchien faſt, als ſey der Daͤmon des Ozeans jetzt befriedigt, denn nach dieſem trau⸗ rigen Ereigniſſe begann der Sturm ſich zu le⸗ gen, und als ſich nach einer oder zwei Stunden der Himmel aufklaͤrte, ſah Tebaldo in geringer Entfernung eine kleine, einſam liegende Inſel, und bald darauf ſtieß das Schiff, etwa zwei


