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Algier, und fand daſelbſt die Geliebte unter den Sklavinnen eines Piraten⸗Hauptes von Oran, der ſie ſchon als ſeine eigene Geliebte zu betrach⸗ ten begann, weil er faſt die Hoffnung aufgege⸗ ben hatte, ein Loͤſegeld fuͤr ſie zu erhalten. Te⸗ baldo's Handel war bald abgeſchloſſen, und Bianca erhielt ſogleich ihre Freiheit wieder, und zu ihrer unausſprechlichen Freude durch die Hand ihres theuren Zanche. Als ſie aber die endliche Folge dieſer Freiheit bedachten, ward ihre Freude durch viele bittere Thraͤnen getruͤbt. Doch ihr Edelſinn beſiegte dieſe Schwäche bald, und betruͤbten Her⸗ zens, doch voll der tugendhafteſten Vorſaͤtze ſchiff⸗ ten ſie ſich auf einem genueſiſchen Fahrzeuge nach Palermo ein.
Aber auch hier noch verfolgte ſie das Un⸗ gluͤck. Ihr Schiff gerieth mit einem Seeraͤuber in einen gefaͤhrlichen Kampf, und obgleich es dem furchterlichen Feinde endlich als beſſerer Segler gluͤcklich entkam, ſo ward es doch weit aus der Straße ſeiner Fahrt getrieben, und ſogar bis in die Straße von Gibraltar verfolgt. Hier ſchlug der Wind ploͤtzlich um, ward gegen Abend hefti⸗ ger, und ſtieg in der Nacht bis zum tobendſten Sturme. Es bedurfte jetzt der ganzen Zaͤrtlich⸗ keit des liebenden Tebaldo, Bianca's Muth auf⸗ recht zu erhalten, welche den wuͤthenden Kampf


