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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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ſeiner Geliebten vernahm. Schnell jeden Grol,

jeden feindſeligen Gedanken vergeſſend, eilte er zu Mercanti, mit ihm zu berathen, wie Bianca aus der Gewalt der Unglaͤubigen zu befreien ſey.

Er wuͤrde ſelbſt damit keinen Augenblick geſäumt

haben, haͤtte ihn das Gluͤck in den Stand ge⸗ ſetzt, ihr Loͤſegeld zu bezahlen.

Der Kaufmann beklagte ſich uͤber ſein xte und ſeine Kränklichkeit, weil ſie ihn außer Stand ſetzten, ſeine Frau ſelbſt aufzuſuchen; da erbot ſich Tebaldo ſogleich, dies ſtatt ſeiner zu thun. Nur meine Armuth, fuhr er fort,hielt mich ab, ſogleich nach Afrika hinuͤber zu ſegeln, doch wenn Ihr mir die nöthigen Summen zum Loͤſe⸗ gelde anvertrauen wollt, ſo hoffe ich mit Zuver⸗ ſicht auf einen guͤnſtigen Erfolg, und denke die ungluͤckliche Bianca in kurzer Zeit in Eure Arme zuruͤckzufuͤhren.

Mercanti wunderte ſich ſehr uͤber dieſen Vor⸗ ſchlag, und fragte, was fuͤr eine Buͤrgſchaft Te⸗ baldo zu ſtellen vermoͤchte, daß er auch Alles aus⸗ fuͤhren werde, wie er es verſpreche.

Ach, entgegnete Tebaldo,ich habe nichts meine Worte zu bekräftigen, als eine ungluͤckli⸗ che Liebe zu Ihr, wegen welcher ich mich noch

drei Mal großern Gefahren mit Freuden unter⸗

ziehen wuͤrde. Ich bin eben jener Tebaldo Zanche,