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Kolmars Gewohnheit war es, vor dem Schla⸗ fengehen noch ein Mal nach dem Stalle zu ſehen; ſelbſt ein Schelm, war er in beſtändiger Furcht vor Dieben; deshalb ſchloß er auch jedes Mal
ſeine Schlafſtube, in welcher er alle Sachen von
Werth verwahrte, hinter ſich zu.— Gegen Mit⸗ ternacht hoͤrte Margaretha ihn wie gewöhnlich hinabgehen, doch blieb er drei Mal ſo lange aus, als ſonſt in der Regel. Sie ward hieruber ſehr ängſtlich, noch mehr aber, als ein ſtarker Rauch in ihr Zimmer zu dringen begann. Voll Angſt ſprang ſie an das Fenſter, und hoͤrte Kolmar unten aͤchzen und ſtoͤhnen, wie einen Menſchen,
der heftige Schmerzen auszuſtehen hat. Auf ihre
Frage antwortete er ihr, daß er durch Raͤuber mißhandelt ſey, welche ſeine Pferde mit ſich ge⸗ nommen, und dann das Haus in Brand geſect haͤtten.
„Der hintere Theil des Hauſes“ ſagte er, „ſteht in vollen Flammen. Doch was mich am meiſten bekuͤmmert, meine theure Margaretha, iſt, daß ich bei dem Kampfe mit den Boͤſewich— tern den Schluͤſſel zur Hausthuͤr verloren habe. Haſt du aber den Muth, dich aus dem Fenſter
zu ſtuͤrzen, ſo will ich dich in meinen Armen
auffangen; oder auf den ſchlimmſten Fall habe ich hier einen großen Haufen Stroh hergeworfen,
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