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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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die Gedanken, welche ſich bei feſterem Anſehen nicht verrathen haͤtten. Ich wuͤrde wenigſtens lieber den durchbohrendſten Blick ausgehalten ha⸗ ben, als den ſeinigen. Seine Geſtalt war etwas breit, aber muskuloͤs und im richtigen Verhaͤlt⸗ niß; ſie ſchien zugleich Kraft ünd Behendigkeit zu verrathen, geſchickt, zu ſpringen, zu kriechen, zu klettern, oder auch, im Fall der Noth, den hartnaͤckigſten Widerſtand zu leiſten. Wie kam ſolch ein Koͤrper zu einer ſolchen Stimme? Dieſe war ſanft, wohltoͤnend und voll muſikaliſcher Biegſamkeit, wodurch ſeine Artigkeiten einen eige⸗ nen, unwiderſtehlichen Reiz erhielten. Wenn die Sprache einen Maaßſtab fuͤr die Herzensguͤte giebt, und die herrſchenden Leidenſchaften ſich in den Zugen des Geſichtes ausdruͤcken, welch ein unendlicher Widerſpruch fand ſich dann in dieſem Menſchen? Sein Geſicht war holliſch, daͤmo⸗ niſch ſeine Sprache himmliſch. 10

Ich weiß nicht, ob er die Genauigkeit be⸗ merkte, mit der ich auf dies alles Acht gabz er verließ mich ſchnell, grade als ich jene Nach⸗

forſchungen nach meinem Oheim begonnen hatte,

von denen mich die erſte Ueberraſchung abhielt.

Vielleicht konnte oder wollte er auf meine Fra⸗

gen nicht antworten, doch ſchienen ſie ſeine Ent⸗

fernung zu beſchleunigen. War es moͤglich, daß 2