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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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15 bäudes war durch roher Häͤnde Arbeit wieder wohnbar gemacht, der großere Theil aber ſeinem Verfalle ungeſtoͤrt uͤberlaſſen worden. Der Ab⸗ ſtand war uͤberraſchend; waͤhrend in dem einen Fluͤgel das Licht in den Fenſtern ab und zu ſich bewegte, das Erſcheinen und Verſchwinden von Schatten, laute Stimmen und anderes Geraͤuſch bewieſen, daß dieſer Theil bewohnt ſey, herrſch⸗ ten in dem Hauptgebäude und dem anderen Fluͤ⸗ gel Ruhe und Dunkelheit. Ich glaubte in die⸗ ſem Gebaͤude nach einer fruͤheren Beſchreibung ein Schloß zu erkennen, das einſt den Vorfah⸗ ren meines Dheims gehoͤrt, nun aber ſchon laͤngſt oͤde geſtanden hatte, und den Zerſtoͤrungen der Zeit uͤberlaſſen worden war. Es ſchien mir, als ſaͤhe es truͤbe drein, mit jenem Stolze begabt, der als Erbtheil der Familie, welche es beſeſſen hatte, bekannt war, und haͤtte es mir nicht fuͤr den Augenblick Schutz und Obdach geboten, ſo würde ich den Gaſtwirth, der es ſo frech zu ſei⸗ nem Eigenthume gemacht, vielleicht auf das Haͤr⸗ teſte angeklagt haben. Jetzt jedoch, wo der Him⸗ mel mit jedem Augenblicke dunkler ward, und ſchon einzelne ſchwere Regentropfen herabfielen, den nahen heftigen Sturm verkuͤndend, wendete ich mich ohne Widerwillen von dem maͤchtigen, kunſtlich geſchnitzten Portale, zu der beſcheidneren