13 nicht heiterer geworden, als wir den Ort erreich⸗ ten, wo wir uns, der Verabredung gemaͤß, tren⸗ nen wollten.
Mein Bedienter, Juan, begleitete mich; An⸗ tonio aber hatte feſt darauf beſtanden, allein zu reiſen; auch wuͤrde ihm in der That ein Ge⸗ faͤhrte in mancher Hinſicht mehr hinderlich, als vortheilhaft geweſen ſeyn. Er behauptete, daß der gluͤckliche Erfolg ſeiner gewagteſten Unterneh⸗ mungen bisher faſt immer nur, oder doch groͤß⸗ tentheils daraus entſprungen ſey, daß er allein geweſen war. Dieſe Behauptung hatte allerdings etwas fuͤr ſich. Antonio's Geiſt ſchien an Leb⸗ haftigkeit zu gewinnen, je mehr er ſich den Ge⸗ fahren und Muͤhſeligkeiten nahete, denen er wahr⸗ ſcheinlich entgegenging, und nachdem er mir noch⸗ mals herzlich die Hand gedruͤckt, und mich halb ſcherzend an die Verknuͤpfung unſerer Lebensfa⸗ den erinnert hatte, gab er ſeinem Pferde den Sporn, und ſprengte davon.
Die Straße, die mir zur Nachſuchung zuge⸗ fallen, war die wenigſt gefaͤhrliche, aber die, wel⸗ che mein Onkel, wie ich glaubte, am erſten ein⸗ geſchlagen haben wuͤrde, da mehrere verwandte Familien, mit denen er Geſchaͤfte abzumachen hatte, in der Naͤhe derſelben wohnten; aber nur auf dem erſten dieſer Edelſitze konnte ich von


