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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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ruͤck, aber wenn ſie ſprechen wollte, faͤrbte dunkle Roͤthe ihre bisher marmorbleichen Wangen, die Stimme verſagte ihr, und endlich wandte ſie ſich mit verzweifelnder Gebehrde ab. Uns ſagte dies nur zu deutlich: ich kann, ich kann das Ge⸗ ſtaͤndniß nicht ablegen! Der alte Herr blieb nicht ungeruͤhrt, doch mißdeutete er den Grund ihrer Angſtz er glaubte, ſie entſtehe aus einem Vorge⸗ fuͤhle kommenden Uebels, von dem er ſelbſt ſich nicht ganz loszuſagen vermochte. Zwei Mal kehrte er, nachdem er ſeine Tochter feierlich geſegnet hatte, zuruͤck; das eine Mal war es freilich nur, um einige unbedeutende Befehle nochmals zu wieder⸗ holen, aber das zweite Mal ſtand er laͤngere Zeit ſchweigend da, als wolle er innerlich den letz⸗ ten Abſchied von ſeinem Hauſe, ſeinem Kinde, nehmen.

Ich hatte ſchon fruͤher dringend darum gebe⸗ ten, ihn begleiten zu duͤrfen, und erneuerte jetzt meine Bitte; der Vorſchlag ſchien ihn aber nur zu beleidigen, da es ihm wie ein Mißtrauen in den Muth eines alten Kriegers vorkam. Die ein⸗ zige Antwort, die er gab, war, daß er ſeinem Pferde die Sporen eindruͤckte und ſchnell davon ſprengte. Ich wendete mich jetzt zu Iſabellen. Sie war todtenbleich, und lehnte mit ſtroͤmenden Augen an dem Pfoſten der Thuͤre; ſonſt waͤre