Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Selbſt hierdurch feſter unſre Bande.

Auch mich trieb Romulus aus meinem Vaterlande.

Du weißt, ob ich in dringender Gefahr

Der Retter ſei tes Heers und ſeines Ruhmes war.

Dafür ermordet er mir meinen Blutsverwandten,

Den König Tatius, vergiftet meine Braut

Und heißt mich ſchimpflich als Verbannten 630

Aus ſeinem Reiche fliehn; mir graut

Vor einem Bürgerkrieg, denn ſieh! verderblich

brannten

Der Zwietracht Fackeln ſchon: ich löſchte ſie und floh.

So wohnt Gerechtigkeit an großen Höfen, ſo

Belohnen ſtolze Potentaten

Für Sieg und Blut die Thäter edler Thaten.

Ich, Freund, beginnet Leo itzt,

Dient' einem freyen Staat, du wirſt der Nacht noch denken,

Da meine Flamm' euch in's Geſicht geblitzt,

Wirſt der Eroberung von Anranum noch denken. 640

Die Marſen dachten nur an jenen blut'gen Tag

Als ich verführet ward von Röm'ſchen Krieges⸗ ränken,

Und unſer Heer dem euren unterlag.

Kaum waren wir zurück in unſer Land gekehret,

Als ſchon der Rath, der mir den Feld⸗ herrnſtab

Vertraut hat, Rechenſchaft mit ſtrengem Mund begehret.

Wir legen ſie; er ſetzt Sophranorn ſchmählich ab,

Und mich verbannt er. So belohnen freye Staaten

Für Sieg und Blut die Thäter großer Thaten;