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Das unſer Herz ſo lange hägte
Und, wie den Lieblingsſohn die Mutter, nährt' und pflegte.
Du aber geh und ſammle jetzt
Des edlen Tatius und ſeiner Tochter Reſte
In einen Aſchenkrug; er werde beygeſetzt
Wo meine theuerſten Erzeuger und der beſte
Von allen Freunden, Tullus, ruhn.
Und dieſen ſüßen Dienſt, um den ich dich beneide, Laß den Entſchlafnen nicht von fremden Händen thun Jetzt lebe wohl, Geliebtes, denn ich ſcheide. 580
Nimm des verwaiſten Volks dich an.
Vielleicht vergönnen mir die Götter noch die Freude,
Daß ich dafür einſt ſelbſt dir danken kann.
Er e bleib noch! fleht ihm Metius beklom⸗ men;
unßt Denk an das Volk! ſo ſprach er und verſchwand
Aus ſeinem Blick. Den Weg in's Marſen⸗Land
Hat der Enteilende genommen.
Vor wenig Tagen noch zog er darauf als Held,
Als Sieger, als die größte Stütze
Des großen Romulus an der Sabiner Spitze, 590
Die Bruſt von Ehre hoch geſchwellt,
Das Herz berauſcht von Lieb', und meinte,
Daß jetzt das Glück, was auf der weiten Welt
Rur wünſchenswürdig iſt, in ihm allein vereinte.
Itzt zieht er dieſen Weg, vom Könige verbannt,
Dem er gedienet, ſich der Lorber wegen grämend⸗
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