Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ch dem

zerkoh⸗

55⁰ ohren, ch ver⸗ a geht

eite.

ſtadt

. 500

570

227

Das unſer Herz ſo lange hägte

Und, wie den Lieblingsſohn die Mutter, nährt' und pflegte.

Du aber geh und ſammle jetzt

Des edlen Tatius und ſeiner Tochter Reſte

In einen Aſchenkrug; er werde beygeſetzt

Wo meine theuerſten Erzeuger und der beſte

Von allen Freunden, Tullus, ruhn.

Und dieſen ſüßen Dienſt, um den ich dich beneide, Laß den Entſchlafnen nicht von fremden Händen thun Jetzt lebe wohl, Geliebtes, denn ich ſcheide. 580

Nimm des verwaiſten Volks dich an.

Vielleicht vergönnen mir die Götter noch die Freude,

Daß ich dafür einſt ſelbſt dir danken kann.

Er e bleib noch! fleht ihm Metius beklom⸗ men;

unßt Denk an das Volk! ſo ſprach er und verſchwand

Aus ſeinem Blick. Den Weg in's Marſen⸗Land

Hat der Enteilende genommen.

Vor wenig Tagen noch zog er darauf als Held,

Als Sieger, als die größte Stütze

Des großen Romulus an der Sabiner Spitze, 590

Die Bruſt von Ehre hoch geſchwellt,

Das Herz berauſcht von Lieb', und meinte,

Daß jetzt das Glück, was auf der weiten Welt

Rur wünſchenswürdig iſt, in ihm allein vereinte.

Itzt zieht er dieſen Weg, vom Könige verbannt,

Dem er gedienet, ſich der Lorber wegen grämend⸗

P 2