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Mit Frieden, den man wünſcht, zurücke,
Doch Numa ſoll in dieſem Augenblicke
Aus allen Römer⸗Staaten fliehn.
Bey dieſer frechen Fodrung regen
Auf's neue Zorn und Rachgier ſich
In der Sabiner Bruſt, man greift ſchon nach dem Degen
Zum zweyten Mahl und tobet fürchterlich.
Doch Numa, nun allein zum Opfer auserkoh⸗ ren, 550
Beruhigt ſie und droht, ſich ſelber zu durchbohren,
Wenn auch ein einziger den Frieden noch ver— ſchmäht.
Man ſchweiget ehrfurchtsvoll; der edle Numa geht
Fern von dem Heer, an ſeiner Seite
Held Metius, der gibt ihm weinend das Geleite.
Der Prinz umarmet ihn und ſpricht:
Freund, trockne dir die Thränen vom Geſicht!
Ich bin verbannt, doch unſer Volk gerettet.
Was ſollt' ich auch in Rom, in dieſer Vaterſtadt
Herſiliens, die wohl ihr Theil am Morde hat. 660
Zwar iſt mein Herz von ihr nun los gekettet,
Allein der Schmerz der Wunden blieb,
So tief darein die ſchwere Feſſel rieb.
Noch ſiehſt du Thränen mich vergießen;
Verzeih', o theurer Mann, verzeih'!
Die letzten ſind's, die ich der Liebe weih',
Die andern ſollen nur gerechter Reue fließen.
Ach! ſchmerzlicher, als das Gewühl
Von Dolchen, iſt, errsthen müſſen,
Erröthen über ein Gefühl, 570
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