Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Weitäugig, offnen Munds ſtehn ſie und in den Sand Rollt jede Waffe hin aus ihrer ſtarren Hand.

Dieß Schauſpiel gibt den Held ſich ſelber wieder. Mit Schauder ſiehet er des armen Volks Gefahr, Wovon er wenigſtens die Miturſache war,

Und ruft dem Heere zu, indem er alle Glieder Mit einer wilden Angſt durchirrt⸗ Sabiner, o nichts mehr von Rache! ſeht die Euern, Wie Tauben, angefaßt von Geyern!

Glaubt ihr, daß Tatius ſich Rache wünſchen wird, So bald ihr ſie mit dieſem theüern

unſchuld'gen Blute kaufen müßt? 5

Erbarmt euch eurer Weiber, Kinder Und grauer Väter, ſeyd vor Feinden Ueberwin⸗ der

Hier krönet Ehre den, der überwunden iſt.

Geh Metius, in deiner Rechte

Den Hehlzweig, nach der Stadt und fleh' den Kö⸗ nig an, 630

Sprich, ich entſag' auf ſtets dem blütigen Gefechte

Und jedem Rang und jedem Rechte.

Ihm ſey das PVolk allein und immer unterthan,

Nur ſchwör' er, allen zu vergeben,

Merk', allen außer mir; verheiß ihm Numa's Haupt⸗

Ja! wider dieſes ſey zu wüthen ihm erlaubt.

Wer opferte nicht gern für Vieler Wohl ſein Leben?

So ſagt er und umſonſt beſtrebt ſich Metius

Ihn zu beſtreiten, Numa höret

Die Gegengründe nicht, der graue Feldherr muß 540

Nun eilends in die Stadt; er kehret

Auch bald vom ſtolzen Romulus

Numa Pompilius. I. Th⸗ N

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