Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Die Krieger ſchlagen an den Schild,

Das Angſtgeheul des bangen Volkes miſchet

Sich ſchrecklich drein, doch Numa's Rechte ſtillt

Den Aufruhr; ſie gebiethet Schweigen,

Und eh' die Flammen noch hinauf zum Todten ſteigen,

Da noch ſein blaß Geſicht erſcheint, 440

Beginnt der Prinz: Ich ſchwur, mein König und mein Freund,

Mein Herz ſoll deiner Tochter eigen,

So lang' ich athme, ſeyn; ich ſchwör' es noch ein Mahl,

Ich ſchwör' es ihr und nehme dieß in Qual

Perſenkte Volk und deinen Geiſt zu Zeugen.

Der Scheiterhaufen mag zum heil'gen Brautaltar,

Die Leichenfackeln uns zu Hochzeitfackeln dienen.

Hier bring' ich Tatien Treu' und Gelübde dar;

Und ſoll ich jemahls ſie zu brechen mich erkühnen,

Dann haltet mich den Königsmördern gleich. 450

Sein Blut komm' über mich; der Götter Zorn erwache

Und treffe dieſes Haupt! ja, zaudert ihre Rache,

So fodr' ich ſie von jedem unter euch.

Er ſprach's, ihn hört das Volk mit heiligem Ver⸗ gnügen.

Jetzt naht er Tatien, der edlen Dulderinn,

um ſeine Hand in ihre Hand zu fügen,

Und Beyde ſollen ſie nun ihre Hände hin

Zum Scheiterhaufen ſchwörend ſtrecken,

Als Tatia erblaßt, wankt, ſtarret und, o Schrecken!

In Numa's Arme ſinkt. Von ihrer Stirne ſtrömt 460