Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Eiskalter Schweiß, die Glieder ſind gelähmt, Die Lippen blau, der Odem ihr verſperret,

und das Geſicht von Zuckungen verzerret..

Die Arme, denn umſonſt kommt Hülf' und Arzt herbey,

Stirbt unter kläglichem Geſchrey.

Das ganze Volk, von dieſer Sgen' erſchüttert,

Erkennt die Wirkungen des Gifts in ihrem Tod.

Man ſieht ſich an, ein dumpf Gemurmel droht

Bald einen Sturm, er folgt, man nennt erbittert

Den Nahmen Romulus und den Herſiliens. 470

Auf! alſo ſchallt nur Eine Stimme;

Des Königs Geiſt, der Schatten Tatiens

Befeure dich zu heil'lgem Grimme!

Du biſt im Stande, ſie zu rächen, biſt es werth

Ergreife der Vergeltung Schwert,

Wir alle wollen's mit ergreifen.

Führ' uns nach Rom! laß uns die Mauern ſchlei⸗ fen

Und jene Burg, wo eingethront

Der Frevler Romulus und jedes Laſter wöhnt.

So ruft das Volk; der edle Prinz, empöret 480

Von dieſem neuen Gräul, hat gern den Ruf gehöret.

Ihn treibt ſein Eifer, er vergißt,

Daß Fürſten ſtrafen nur das Amt der Götter iſt.

Wohlan! laßt denn nach Rom uns gehen!

So ruft er; Alles jauchzt dem feurigen Entſchluß

Des Jünglings zu und eilt zur Stadt des Romulus,

Der ſchon den Sturm voraus geſehen.

Er, Tatien gedoppelt gram,

Weil Numa, ſeine Treu' dem Todten zu beweiſen,