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Eiskalter Schweiß, die Glieder ſind gelähmt, Die Lippen blau, der Odem ihr verſperret,
und das Geſicht von Zuckungen verzerret..
Die Arme, denn umſonſt kommt Hülf' und Arzt herbey,
Stirbt unter kläglichem Geſchrey.
Das ganze Volk, von dieſer Sgen' erſchüttert,
Erkennt die Wirkungen des Gifts in ihrem Tod.
Man ſieht ſich an, ein dumpf Gemurmel droht
Bald einen Sturm, er folgt, man nennt erbittert
Den Nahmen Romulus und den Herſiliens. 470
Auf! alſo ſchallt nur Eine Stimme;
Des Königs Geiſt, der Schatten Tatiens
Befeure dich zu heil'lgem Grimme!
Du biſt im Stande, ſie zu rächen, biſt es werth
Ergreife der Vergeltung Schwert,
Wir alle wollen's mit ergreifen.
Führ' uns nach Rom! laß uns die Mauern ſchlei⸗ fen
Und jene Burg, wo eingethront
Der Frevler Romulus und jedes Laſter wöhnt.
So ruft das Volk; der edle Prinz, empöret 480
Von dieſem neuen Gräul, hat gern den Ruf gehöret.
Ihn treibt ſein Eifer, er vergißt,
Daß Fürſten ſtrafen nur das Amt der Götter iſt.
Wohlan! laßt denn nach Rom uns gehen!
So ruft er; Alles jauchzt dem feurigen Entſchluß
Des Jünglings zu und eilt zur Stadt des Romulus,
Der ſchon den Sturm voraus geſehen.
Er, Tatien gedoppelt gram,
Weil Numa, ſeine Treu' dem Todten zu beweiſen,


