Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Der freundlich ſeine Rechte faßt Und ihn ermahnt, hinaus vor den Pallaſt

Zu dem betrübten Volk zu gehen.

Er thut es, doch befiehlt er ſeinem Freund zuvor, Sabiner⸗Wachen an das Thor 360 Und um die ganze Burg zu ſetzen.

Das Drohn Herſiliens erſchreckt ihn, und er weiß, Wie ſchnell die Römer ſind, auf Romulus Geheiß

Die heiligſten der Rechte zu verletzen.

Beſorgt für ſeine theure Braut,

Hat er der Wachſamkeit der Seinen ſie vertraut, Er ſelber muß das Leichenfeſt bereiten

Und hundert Krieger auf die Höhn

Des waldigen Gebirgs begleiten,

Wo Bäume, ſchon beſtimmt zum Scheiterhaufen,

ſtehn. 370 Sie kommen an; des Beiles Streiche hallen

Durch den erſchrocknen Hain; die Erle des Neptun⸗

Der Buchbaum, unter dem die Hirten gerne ruhn, Die Eiche Jupiters, Föhr', Ulme, Fichte fallen, Auch wird die Ceder nicht geſchont,

So viel auch Wohlgeruch in ihrer Rinde wohnt, Roch weniger die traurigen Cypreſſen,

Der Manen Lieblinge, vergeſſen.

Man ſtrecket auf den Grund ihr wolkennahes Haupt Und rollt den e Stamm, dem man die Ae⸗

ſte raubt, 380 Dem Tybris⸗Strande zu, wo bald mit heil'gem Grauen

Die Frömmſten von dem Volk den Scheiterhau⸗ ſen bauen.