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Komm, ſchleuß die unſrigen auf ewig nun an dich. Indem du uns großmüthig unterſtützeſt, Wenn uns Bedrückung droht, und jetzo brüderlich
Des beſten Königs Tochter ſchützeſt.
Hier höret man an des Pallaſtes Thor Verwirrter Stimmen viel und klägliches Geweine; Doch Numa's Nahme tönt hervor. 310 Er komme, ruft's, denn er iſt jetzt alleine Die Hoffnung ſeines Volkes, er Der zweyte Tatius; er zaudre nun nicht mehr und frey entdeck er uns des theuern Todten Willen, Wir geben unſer Blut, ihn pünctlich zu erfüllen.
Dieß Schreyn des Volks, die Gegenwart Des Metius, der ſeiner Antwort harrt, Und Numa's Tunica mit heißen Thränen netzet, Dieß alles bringt den Held in einem Augenblick, Wo Lieb' ihn außer ſich geſetzet, 320 Der Tugend wiederum zurück. Herſilia, ſo ſagt er ihr mit Feuer, Mein Leben iſt mir minder theuer, Als du mir biſt, doch theurer meine Pflicht. Die Hoffnung dieſes Volks, mein eignes Herz ge⸗ biethen 6 Erfüllung meines Eids; mag gleich die Liebe hier Mit allen ihren Martern wüthen, Bey meiner Mutter Geiſt ſchwur ich; er winket mir; Auf ewig reiſſ' ich mich von dir; und ſterb' ich auch.. Rein, nein! du ſollſt nicht ſterben, 330


