Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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wand,

lor

215

O ſieh! ſein Geiſt erſcheinet und beſchwört

Laut ächzend dich, ihr theures Leben,

Wofür er deinen Schutz im Tode noch begehrt,

Richt Henkershänden preis zu geben.

Du weißt es nicht, o Numa, was du willſt,

Und übertrittſt ein heiliges Verſprechen,

Indem du gar zu pünctlich es erfüllſt,

Du mußt dein Wort, um es zu halten, brechen.

Ich ſage nichts von mir, die ehedem geglaubt,

Daß du ſie liebſt, von mir, für die dein Blut ge⸗ floſſen. 260

Ach! leider iſt für dich das meine nicht gefloſſen,

Mir hat das Schickſal nichts für dich zu thun er⸗ laubt,

Doch uns vereinigen, ſo hofft' ich, heil'ge Bande⸗

Aus deinen eigenen Wohlthaten feſt gewebt.

Für mich haſt du zuerſt im kriegriſchen Gewande Dem Heldenlorber nachgeſtrebt⸗

Mich haſt du mit dem Götterſchilde,

Wie aus dem Zelt der Lärmen uns geſchreckt

und bald darauf im Schlachtgefilde

Mit dem noch theureren, mit deiner Bruſt be⸗

deckt. 270 Du zwingſt mich weg mit Zweifeln und Er⸗ röthen!*

Du zwingeſt mich, dich anzubethen,

und du verläſſeſt mich alsdann. Was that ich dir, Grauſamer/ was? ſag an! Mißſiel es dir, daß ich auf halbem Wege Richt deiner Lieb entgegen kam 7

Zwar machte ſie in mir dein erſter Blick ſchon rege;