Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Uund ſtäten Seufzern, ihre Hand

Erzittert, wild zerſtreut ſind Locken und Gewand, Gefurcht von Thränen ſind die Wangen,

Die Augen matt davon und blitzen unterm Flor Der Traurigkeit noch reitzender hervor.

Du ſiehſt, o Numa, ſo beginnet

Die Jungfrau, hier der Liebe ganze Macht,

Sie hat zu dir Herſilien gebracht, 23

Obgleich des Mavors Blut in ihren Adern rinnet,

Obgleich gerechter Stolz ſtets ihre Bruſt geſchwellt.

Dieß, Undankbarer, ſey dir eine große Probe,

Wie ſehr die Leidenſchaft in ihrem Herzen tobe.

Herſilia muß flehen und erhält

Vielleicht nicht, was ſie fleht. doch brechen.

Wir hiervon ab, um nur von dir allein zu ſprechen.

Ich kenne dich. Mein Vater Romulus,

Da er verboth, dir Tatien zu wählen,

Beſtärkte dich nur mehr in dem Entſchluß, 240

Und doppelt eilſt du nun, mit ihr dich zu vermählen.

Doch glaube nicht, daß er dir's je verzeiht;

Beleidigt kennt er nichts, als Unverſöhnlichkeit.

Du biſt, weh' mir! du biſt verloren.

Dein Haupt fällt unterm Beil der rächenden Lic⸗ toren.

Ich weiß, auch dieſe Furcht iſt dir kein Hinderniß.

Doch dein Blut, deſſen ſey gewiß,

Fließt nicht allein. Du, der das Angedenken

Des Tatius genug verehrt,

Um ſeiner Tochter nun ſich zum Gemahl zu ſchen⸗ ken, 250

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