Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Wir halten ſie mit aller Macht zurück.

Sie will mit aller Macht ſich unſerm Arm entziehen. Doch ach! in dieſem Augenblick

Ergreifen ſie die Wehn, geſandt von JIlithyien Noch vor der Zeit, erſchöpft iſt ihrer Kräfte Reſt, Sie ſchenket dich der Welt, die ſie nun ſelbſt ver⸗

läßt. Der gute Tullus ſprach das letzte Wort mit Stöhnen, Und unverſiegend fleußt die Quelle frommer Thrä⸗ nen 320 Von Numa's Augenpaar, ſein Schluchzen unter⸗ bricht

Des Prieſters kläglichen Bericht, Des Prieſters, der ihm Troſt zu geben

Selbſt troſtlos ſucht, und ſpät erſt weiter ſpricht: Du hatteſt nur ein halbes Leben, Und deine Seele ſchien bereit, MNoch dieſen Tag der Mutter nachzuſchweben.

Doch deiner Amme Zärtlichkeit

Hat mehr, als ihre Milch, dich ſchwaches Kind

erhalten. In weniger als einem Vierteljahr 330 Sah man dein Antlitz ſich zur Schönheit umge⸗ ſtalten,

So hager es vorher, ſo todrenbleich es war.

Indeſſen ordnet' ich für die getreuen Gatten Die letzten Ehren an, die Lebende dem Schatten Der Freunde ſchuldig ſind, der Scheiterhaufen ſteigt,