Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Kehrt ſie zurück, wo ihre Kinder ſind, 290 Beut ihnen ihre Brüſt' und küßt die zarten Glieder Der Zitternden und ſtöhnt und küßt ſie wieder, Obgleich das Leben ſchon aus ihren Wunden rinnt.

Ach! um Pompilius ſchwebt nun des Tods Ge⸗ fieder, Doch trägt er, unverfolgt von banger Feinde Schaar, Die theure Laſt hierher, legt ſie an dem Altar Mit einem tiefen Seufzer nieder, Sinkt ſelber hin und ſtirbt. Sie wußte nichts, ſie war Beynah' ſo todt als er; wir tragen Sie weinend in mein Haus; kaum aber hatte ſie, 300 Zu ſich gebracht, nicht ohne viele Müh', Die matten Augen aufgeſchlagen, So forſchet ſie nach dem Gemahl. Vergebens, daß mein Mund, zur Mindrung ihrer Qual Das ſchreckliche Geheimniß ihr zu ſtehlen, Und ſich zur frommen Lüg', er ſey gefangen, zwingt. Die Angſt, der Schmerz, der uns durchdringt, Wird ſichtbar; ſie erräth zu wohl, was wir ver hehlen, Rafft von dem Lager ſich empor, Will zu dem Leichnam hin, will in ſein taubes Ohr 310 Die Klage der Verzweiflung ſchreyen Und ſeinen bleichen Mund mit Küſſen überſtreuen;