Dien' er als Prieſter hier am heiligen Altar.
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Aus dieſem iſt Pompilius entſproſſen,
Dem dich Pompilia, ſein trefflich Weib, gebar.
Seit dem Vermählungskuß iſt dieſem edlen Paar
Das zweyte Luſtrum ſchon verfloſſen, 190
Eh' noch ein Erbe ſie beglückt.
Ach! dieſe war die einzige der Sorgen,
Die deiner Mutter Herz gedrückt.
Oft hab' ich, eh' der graue Morgen
Sich auf den Bergen wies, im Tempel ſie erblickt.
Einſt horcht' ich zu, da drang aus ihres Herzens
Mitte
Ins Ohr der Göttinn dieſe Bitte:
O Ceres, gib, daß bald ein Sohn
Die zarten Händchen meinem Gatten
Entgegen ſtrecke! Gern will ich dann zu den Schat⸗ ten, 200
Zu deines Eidams ſchwarzen Thron
Noch vor der Zeit hinunter ſteigen.
Nur ſeh' ich über unſern Sohn
Dich, mein Pompilius! im Freudenrauſch dich beugen,
Ihn küſſen, ihn mir danken, und, durchbebt
Vom wonnigſten Gefühl, in Thränengüſſen baden;
Dieß ſeh' ich, und dann reißt, ihr Parzen, meinen Faden.
Denn die als Mutter ſtirbt, hat lange gnug ge⸗ lebt.
Auch ſey der Sohn, den deine Huld uns ſchenket,
Dir, Göttinn, wiederum geſchenket. 210
Bis in ſein zwey Mahl neuntes Jahr


