Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eit

nd

oll.

Sie ſchüttelten das Haupt, auf ſeine Redlichkeit Vertrauend, und er muß befehlen: 146 Die Göttinn, ruft er, iſt's, ſo dieſe Wahl gebeut. Man wählt und ſchließt damit des Tages Feyr⸗ lichkeit.

Sonſt mahlte Himmelsluſt ſich ſtets in Tullus Zügen, Wenn dieſes Feſt begangen ward, doch heut Umflorte qudlend Mißvergnügen Sein Angeſicht, und jener ſtille Gram, Der lange ſchon Beſitz von ſeiner Seele nahm, Hat, Trotz der Müh' des guten Alten, Mit Frohen ſich zu freun, die Freude fern gehalten⸗

Dieß ſahe Numa, deſſen Herz 150 Schon lange litt, da er den ſtillen Schmerz Des Greiſes wohl bemerket, doch zu fragen, Warum er traure, nicht gewagt. Doch nun ſind ſie allein, nun will, nun muß ers

wagen.

Er naht ſich ſchmeichelnd ihm und ſagt: Mein Vater ach! ich leſ in deinen Blicken, Daß dich geheime Leiden drücken.

So dus auch der Welt verbirgſt und

mir.

Zwar meine Jugend kann nicht deine Wunden heilen,

Sie kann dir wenig Troſt und keinen Rath er⸗ theilen, 160

Doch weinen kann ich ja mit dir!

Ich bitte dich die Freude mir zu gönnen,

B 3