Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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So wuchs er, ſchwer an Geiſt und Körper zu er⸗ müden,

Geſchickt zum Krieg, doch dürſtend nach dem

Frieden. 70 Er trat nunmehr ins zwey Mahl neunte Jahr; Und nach der Ernte frohen Zeiten Kam wieder Ceres Feſt. Man ſchmückte den Altar, Doch nicht bloß für die Eingeweihten, Wie in Eleuſis Sitte war. Denn Tullus hielt dafür, da Ceres heil'ge Gaben, Den ganzen Erdenkreis bedeckend, jeden laben, 6 Der ſich des Lohns durch Arbeit würdig macht, Und da ſie ſelber Tag und Nacht

Die Welt durchzog, um ihre Kunſt zu lehren; 80

So würde man die Göttinn mehr

Durch öffentlichen Dienſt, als durch geheimen ehren.

Treu dieſem Grundſatz ordnet' er

Mit ſeinem Könige dieß Feſt, ein Feſt des Landes,

Wobey der Höhere, vergeſſend ſeines Standes, Gern unter's Landvolk ſich gereiht, Das von den ferneſten Bezirken hergekommen, Und gern an ihrer Fröhlichkeit Wie ihrer Andacht Theil genommen.

Schon wallten Paar und Paar in feſtlichem Ge⸗

wand 90 Die Schnitter hin zu Ceres Heiligthume, Die Jungfraun folgten nach, gekrönet mit der

Blume, Die unter Aehren ſprießt, und Förbchen in der Hand.

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