Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Wie vor dem Waſſergott der Sturm voll Ehr⸗ furcht ſchweigt,

Durch die Herzen ſich einander zugeneigt

Und Friede vom Olymp auf's neu' herab geſtiegen.

Sein edles Weib war längſt, und eh' ſie ihm ein Pfand Der Liebe gab, dem ſtillen Land Beglückter Schatten zugeflogen; Und itzo ruht' all ſeine Zärtlichkeit 60 Auf einem Jünglinge; der, als ein Sohn erzogen, Der Tugend und dem Dienſt der Götter ſich ge⸗ weiht⸗ Was durch Hetrurien in Bücher ausgegoſſen Von Alter Weisheit war, die Regeln, der Natur Stets prüfend nachzugehn auf der geheimſten Spur, Vor allen, Sittenlehr' und Staatenkunde floſſen Von Tullus Mund in ſeines Schülers Ohr, Der keinen Tropfen je von dieſem Schatz verlor⸗ Auch ließ man ihn in den Geſchichten Der Vorwelt und der Kunſt der Waffen unter⸗ richten. 60 Ein alter Krieger, der den Sieg Oft bey dem goldnen Flügel faßte Und zu ſich riß, der aber doch den Krieg Und ſeine Grauſamkeiten haßte, Der lehret' ihn, wie man das Schwert regiert, Die kriegeriſchen Wagen leitet, Den Bogen ſpannt, ein wildes Roß bereitet, Und auch ein kleines Heer zum ſichern Siege führt.