Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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e weihel⸗ jedernann nd ihnen en Grin⸗ von Ter⸗ Termini, ung eines emand ei⸗ te, ſo war und et em umgt⸗ ſchuldig ſondern bgemarit, die Aecker lern, als ecketn der ſere Zeit eit beybe⸗ und oyfet⸗ ie Steine et Mehllu⸗ dings noch ränzſteine heguügen⸗ zurignen⸗ und gegel

hen ihren

und des Rachbars Befitzungen verrücken, und bey Be⸗ ſtimmung der Gränzen nicht das Geſet, ſondern nur ihre Habgierde zu Rathe ziehen. Ein ſchändliches Betragen! Doch hierauf zu ſehen, wollen wir andern uberlaſſen.

Dieſe Geſetze gab Numa, ſeine Bürger zur Genüg⸗ ſamkeit und Mäßigkeit zu gewoͤhnen. Um ſie aber bey Verträgen zur Billigkeit zu leiten, führte er etwas ein, worauf kein Stifter auch der beruhmteſten Staaten fr gefallen war. Er ſahe, daß Verträge, die man öffentlich und vor Zeugen ſchließt, aus Scheu vor den Anweſenden gehalten und nur ſelten übertreten werden; die viel hau⸗ ſgeren aber, die man ohne Zeugen ſchließt, bloß auf Treue und Glauben derer beruhen, die ſie geſchloſfen ha⸗ ben. Er glaubte alſo, daß er die Treue ſich vorzuglich müſſe angelegen ſeyn laſſen, ja ſogar der gottlichen Ehren würdig erklären. Die Gerechtigkeit, die Themis, die Remeſis, die Erinnyen der Griechen und andere der⸗ gleichen empfingen ſeiner Meinung nach Ehrenbezeigun⸗ gen genug, und waren in den Rang der Götter geſett, die Treue aber, die den Menſchen das Größte und Heilig⸗ ſte ſeyn muß, empfange keine Verehrung weder von Ge⸗ meinden, noch von Privat⸗Perſonen. In dieſer Ruͤckſicht hat er, der Allererſte, der Volkstreue einen Tempel errichtet, und ihr, wie andern Göttern, aus oͤffentlichem Schaßze Opfer veranſtaltet. Denn die öffentliche Treue, wenn nähmlich der Staat ſie unverrückt beobachtet, mußte mit der Zeit auch auf die Sitten der Bürger Einfluß ha⸗