Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Stadt beſeſſen pape dieſen aber andere zugeſtand. Als er ſo die ganze Volksmenge wie ein muſikaliſches In⸗ ſtrument zur eintraͤchtigen Befoͤrderung des gemeinen Be⸗ ſten geſtimmt, und den Umfang der Stadt durch den Quirinaliſchen, bisher außer den Stadtmauern gelegenen Huͤgel vergroͤßert hatte; ließ er ſich auch andere Staats⸗ geſchaͤfte angelegen ſeyn, beſonders folgende zwey Punc⸗ te, die ihm zur Zierde, zum Wohl, und zur Aufnahme der Stadt nothwendig ſchienen. Zuerſt lehrte er die Men⸗ ſchen Gottesfurcht, indem die Götter den Sterblichen al⸗ les, was da gut iſt, geben und erhalten.

Dann lehrte er ſie die Gerechtigkeit und zeigte ihnen, daß man nur durch dieſe in einem rechtmäßigen Genuſſe

der vom Himmel verliehenen Guͤter bleiben koͤnne.

Ich will hier nicht alle Geſetze und Verfuͤgungen anführen, womit er in Rom dieſe Tugenden ſehr in Auf⸗ nahme brachte, es würde zu weitlaͤufig und in einer für Griechen geſchriebenen Geſchichte wohl auch überfluſſig ſeyn. Nur das, was die ganze Abſicht dieſes Mannes in ein helles Licht ſetzen kann, will ich nur überhaupt be⸗ rühren, und mit ſeinen den Dienſt der Götter betreffen⸗ den Anſtalten den Anfang machen. Die vom Romulus auf ihn gekommenen Gebräuche und Geſetze hat er für ſehr gut erkannt und unverandert gelaſſen. Was aber dieſer vergeſſen zu haben ſchien, hat er nachgetragen. Viele Derter hat er Göttern geweihet, die man bisher nicht

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