Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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fladt angelegt hatten, glaubten einen Vorzug bey der

Stimmenſammluna und die böbſten Ehrenſtellen zu ver⸗ dienen; ſie heiſchten eine Gattung Ehrerbiethigkeit von den fremden Ankommlingen, Da hingegen diejenigen der fremden, welche man zu Patriciern aufgenommen hatte, von keiner Ehrenſtelle ausgeſchloſſen, und nicht geringer ſeyn wollten, als die andern Beſonders behaupteten die Abkömmlinge der Sabiner, daß ſie von den alten Pflanz⸗ ſtädtern, Kraft des zwiſchen Tatius und Romulus geſchloſ⸗ ſenen Vertrages, das Bürgerrecht und die vollkommene Gleichheit erhalten, auch eben dieſe ihnen zugeſtanden

haben. Da der Rath uneinig war, ſo haben ſich auch die

Clienten der Senatoren getheilt, und einige zu dieſer, andere zu jener Partey geſchlagen. Ueberdieß gab es eine nicht unbeträchtliche Menge des Volkes, die unlängſt zu Bürgern angenommen, von Romulus aber, dem ſie noch keinen Krieg fuͤhren half, nicht geachtet, und weder mit Anweiſung einiger Felde⸗, noch auf andere Art war be⸗ dacht worden, Dieſe Leute, die kein Haus und keinen Le⸗ bensunterhalt hatten, waren nothwendiger Weiſe den

Maͤchtigern gram, und zu Reuerungen ſehr aufgelegt.

Numa alſo, der in dieſen ftürmiſchen Zeiten die Staats⸗ verwaltung übernahm, hat zuerſt den Armen im Volke dadurch aufgeholfen, daß er ihnen einen Lheil von den Froberungen des Romulus, und etwas Weniges von den Feldern des Staates anwies. Den Streit zwiſchen den alten Patriciern und den neuen ſchlichtete er alſo, daß er jenen keine der Ehren nahm, ſo ſie als Erbauer der