Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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derehrt hatte, viele Altäre und Tempel hat er ihnen er⸗ richtet, zu Jedes Ehre Feſttage eingeführt, Prieſter be⸗ ſtellet, um dieſes zu beſorgen, und Geſetze gegeben, wel⸗ che die Froͤmmigkeit, die Ceremonien, die Reinigung, den Dienſt und die Verehrung der Götter betreffen. Kei⸗ ne Stadt, weder in noch außer Griechenland, hat ſolche Anſtalten, nicht einmahl diejenigen, die ſich einſt viel mit ihrer Frömmigkeit wußten. Dem Romulus ſelbſt, der den Zunahmen Quirinus führte, ließ er, als einem uber die menſchliche Natur erhabenen Fürſten, einen Jempel bauen und ihn durch jährliche Opfer ehren. Denn da ei⸗ nige Romer zweifelten, ob ſein Verſchwinden ein Werk zttlicher Vorſorge, oder menſchlicher Gewaltthätigkeit ſey, ſo hat ein gewiſſer Julius, ein Abkömmling des Asranius, ein Landmann von untadelhaftem Wandel, und der eines Privat⸗Vortheils wegen keine Lüge geſagt haͤtte, in der Verſammlung des Volkes betheuert: er habe bey ſeiner Rückkehr vom Lande den Romulus bewaffnet aus der Stadt kommen ſehen, und als er näher hinging, dieſe Worte von ihm gehöret: Julius, melde den Römern in meinem Nahmen, daß der Dämon, den ich bey meiner Geburt überkam, mich nun nach Verlauf meines ftepbli⸗ chen Lebens zu den Göttern führe. Denn ich bin Quiri⸗ nus. Alle Geſeßze über den Gottesdienſt hat Numa ſchrift⸗ lich verfaßt, und nach 3 Claſſen der Prieſter in 8 Theile getheilt. In die erſte Claſſe ſeßte er die Curionen, von welchen ich ſchon meldete, daß ſie die gemeinſchaftlichen Opfer für ihre Curien verrichteten. In die zwepte Claſſe