Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Pon Freude trunken ſtand ich da; Der ſanfte Blick, mit dem ſie auf mich ſah, Und ihr Perſprechen, bald mich wieder hier zu

* ſehen, Durch meiner Stimme Schall

Entzückte mich⸗ Wieder⸗

War bald Camillens Nahm' in jedem hall.

Ihn hört' ich in der Lüfte Wehen⸗

Ihn grub ich ein in jeden ſchönen Baum,

Ich dachte nur, ich ſahe nur Camillen⸗

Sie nur im Wachen, ſie im Traum.

Camille nur ſchien mir allein den Raum 290

Des großen Weltalls zu erfüllen.

Von dieſem Augenblick entfloh die Traurigkeit⸗

Durch meine Lieb' und meiner Schönen Bildniß

Perwandelte ſich meine Wildniß

In ein Elyſium, in Tempel, ihr geweiht.

Mir wurde jeder Ort, ſo ſchön darin, ſo wichtia,

Ich liebte jeden eiferſüchtig,

Ich ſah mit Neid die andern Wandler an

Und hätte gerne jedermann,

In meinen Wald hinein zu gehn, verwehret. 300

Und doch wenn ich zurück in unſer kleines Haus

Am ſpäten Abende gekehret,

So ſchmückte mir die Lieb' auch dieſes aus.

Der Mutter Ton, den ich von ferne ſchon ver⸗ nommen,

Sie ſelbſt, das theure Weib, die freudig mich will⸗

kommen In zärtlicher Umarmung hieß/ Das dünkte mir nun alles doppelt ſüß.

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