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Gab meiner Mutter nicht, wenn ſie gefragt, Be⸗ ſcheid, Und barg ihr das Gefühl, daß meiner ſich bemei⸗
ſtert.
Des Morgens, als Aurorens Hand Mit Roſen den Olymp beſtreute, Eil ich zur Quelle hin, wo ich die Schöne fand. Ich war bedeckt mit meiner Löwenbeute, Es floß in mich durch dieſes Prunkgewand, Das ob der Geberinn mir wie das Leben theuer, Werth wie die Tugend war, ein nie gefühlter Muth Und neue Kraft und unbekanntes Feuer. 190 Dieß Feuer mehrte ſich und tobte durch mein Blut, Als ich nun weiter ging am Rand der Silberquelle Zum Orte, wo ich aus der Fluth Sie rettete, zur theuren Raſenſtelle, Wo ihr ohnmächtig Haupt an meiner Bruſt geruht. Ich ſetzte mich auf den durch ihre ſchönen Glieder Berührten Platz mit ſtiller Sehnſucht nieder, Und ſeufzend blickt ich in die Fluth hinab. Ich labte mich nicht mehr am Schauſpiel und der
Kühle Des Orts, wie ehedem; es glitſchten die Gefüh⸗ le 200
Der ſanften Freud' an meinem Herzen ab.
Ich dachte nicht daran, mit meinem Flötenſpiele Den Wiederhall zu wecken, noch das Wild
In dunklen Büſchen abzupaſſen.
Der Raſen ſchien nicht mehr mir grün, die Luft nicht mild.
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