Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Doch konnt' ich nicht den werthen Ort verlaſſen, Werth meinem Gram, und den ihr liebes Bild, Gleich einer Gottheit, ganz erfüllt.

Wenn ich des Abends in die Hütte Zurücke kam, ward mir die Zeit ſo lang. 210 Vergebens that ich mir, es zu verbergen, Zwang. Ich unterbrach in des Geſpräches Mitte Die Mutter oſt und fing ein anders an, Das ich denn ſo zu lenken wußte, Daß meine Mutter ſelbſt von ihr beginnen mußte, Der Einzigen, ob ich gleich nie von ihr begann. Dann hört' ich zu, von Luſt dahin geriſſen, Und hdufiger als ſonſt umfing Ich meiner Mutter Hals, um das Geſchmeid zu

küſſen, Das vormahls an der Bruſt der Unbekannten hing. 220

Drey Tage wallt' ich jeden Morgen Zur Quelle hin und ſaß, wie angeſchmiedet, da, Bis in der Thetis Schvoß die Sonne ſich ver⸗

borgen.

Umſonſt ſie kam nicht her; doch endlich, endlich ſah Ich ſie am vierten Tage wieder. Dasſelbe Purpurkleid umgab die ſchlanken Glieder, Dieſelben Waffen führte ſie, Als wie das erſte Mahl, ein Roß mit Gold be⸗

hangen, Tanzt unter ihr einher. Kaum hat ſie mich erblickt, So wurden ihre ſchönen Wangen 230

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