Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Nimm, ſaget ſie, und löſt vom purpurnen Ge⸗ wand Die Mähnen los, nimm, Hirte, was Aleiden Umhüllt', und was der Held von ſeinem Leib herab Einſt meinem Anherrn, als ſie ſchieden, Zum Lohne der Bewirthung gab. Ich gebe ſie, wie er, zu der Bewirthung Lohne. Auch triegt mich nicht die Ahndung, welche laut 160 Mir zuruft, daß ich dieſe Haut, Das ehrende Geſchenk von Zeus erhabnem Sohne, In edle Hände gab. Sie ſpricht's mit Gütigkeit, Küßt meine Mutter und entfliehet, Indem voll ſanfter Schüchternheit, Ihr Auge noch auf mich zurücke ſiehet, Doch nachzufliehen mir verbeut.

Fort war ſie, ich und meine Mutter ſahen

Uns ſchweigend an! bloß daß ſie in Gefahr Des Tods geſchwebt und Hülf' empfahen, 170 Bewährt' uns, daß es nicht ein höhers Weſen war, Das uns beſucht. Ich ſchwieg behaglich ſtille, Betrachtend lange Zeit die ſchöne Löwenhülle,

Die darum, weil ſie erſt des Mädchens Schulter ſchlug,

Mir werther war, als weil ein Gott ſie trug.

Ich ſah ſie ſelbſt, die Amazone,

Als ſtünde ſie vor mir noch, Zug für Zug, Horcht' ihrer Stimme ſüßem Tone. Zum erſten Mahl nachdenkend und zerſtreut,. Sprach ich kein Wort und ſtand oft, wie entgei⸗

ſtert, 186