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und ſchon beginnt die Jägerinn,
Die holden Augen aufzuſchlagen.
Ach! ihrer Augen Strahl fuhr ſchnell durch dieſes Herz
Und ewig währt der Liebesſchmerz,
Den er gewirkt: mit Wolluſt und mit Zagen 130
Betracht' ich jetzt ihr göttlich Angeſicht.
Mein Blick hing lange dran, und dennoch konnt' er nicht
Sich ſättigen: blaß war's, doch gab die Bläſſe
Ihm etwas Schmachtendes und höher's Intereſſe.
So bald die Schöne ſich erhohlte, Worte fand
Und ihren Dank in dieſe Worte ſtrömte,
Da glüht' ich durch und durch, da lähmte
Furcht meine Zung', ich neigte mich und ſtand,
Wie vor dem Richterſtuhl ein Schuldiger; ſie fragte
Um meinen Nahmen mich; ich ſchwieg; 140
Sie fragte mich zum zweyten Mahl, ich ſchwieg,
Worauf beſchämt ihn meine Mutter ſagte.
Nachdem der Jägerinn das Schrecken der Gefahr Nicht mehr wie Bley in allen Gliedern war, Erhebt ſie ſich, verlenket unſre Fragen, Und ohne, wer ſie iſt, woher ſie kam, zu ſagen, Beut ſie mit guter Art Gold meiner Mutter dar. Doch als ſie ſieht, dieß Anerbiethen kränke Mich und die Mutter, hängt ſie reuevoll und ſtumm Der guten Myrtale die eigne Halskett um, 150 Die golden, ſchwer, voll zierlicher Gelenke, Poll Bilder war; und mir gibt ihre ſchöne Hand Die Haut des Löwen zum Geſchenke.


