Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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ne Zeit lang an ſeiner Verlegenheit. Enblich um⸗ arnte ihn Claudine, erinnerte ihn an alle ſeine Wohlthaten, und machte ihn mit der Abſicht ih⸗ rer Reiſe bekannt. Der gute Pfarrer pries den Himmel, und lief, die alte Frau Felix aufzu⸗ ſuchen, die noch lebte und vor Freude zu ſter⸗ ben dachte, als ſie Claudinen und den Benjamin wieder ſah. Morgens reiſeten ſie Alle nach Cha⸗ mouny, wo Herr Belton, der katholiſch war, öf⸗ fentlich in der Pfarrkirche zu Prieure wollte zu⸗ ſammen gegeben werden.

Als ſie Abends ankamen, ſchickte der junge Engländer den Herrn Pfarrer von Salenches zu dem fürchterlichen Herrn Simon hin, um die Hand ſeiner Tochter anzuhalten. Der Greis hörte ihn ernſthaft an, ohne piel Freude zu zeigen, und gab mit zwey, drey Worten ſeine Einwilligung. Clau⸗ dine warf ſich zu ſeinen Füßen nieder; der Alte ließ ſie einige Augenblicke knien, hob ſie dann auf, ohne ihr zuzulächeln, umarmte ſie, ohne ſie an ſein Herz zu drücken, und grüßte kaltſinnig Herrn Belton. Die gute Nannette, die man gleich bey der Ankunft Claudinens gehohlt hatte, lachte und weinte zugleich in Einem fort. Als man in die Kirche zog, trug ſie in einem Arme den Benjamin, den andern ſchlang ſie um ihre Schweſter. Beyde Pfarrer gingen voraus, und hinterher die alte Frau Felix mit dem Herrn Simon, den ſie aus⸗ ſchalt. Alle Kuder des Dorfes folgten und ſangen Lieder.