Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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greift auch die andern mit ſolcher Lebhaftigkeit an, daß ſie die Flucht ergreifen. Herr Belten verfolgt ſie nicht; er gehet zu ſeinem Bedienten, hebt ihn auf, umarmet ihn, und nennt ihn weinend beym Nahmen. Claudine antwortet nicht. Sie iſt ohn⸗ mächtig. Herr Belton nimmt ſie in ſeine Arme, trägt ſie in ſeine Wohnung, die nicht ferne war, und legt ſie in ſein eigenes Bett. Indeſſen alle ſeine Leute auf ſeinen Befehl um einen Wundarzt laufen, will Belton voll Ungeduld nachſehen, ob die Wunde be⸗ denklich ſey. Er knöpft Claudinens Weſte auf, ſchiebt das blutige Hemd auf die Seite, ſieht nach, und bleibt ſtarr vor Erſtaunen, als er einen Weiberbu⸗ ſen erblicket.

In eben dieſem Augenblicke kommt der Wund⸗ arzt. Er unterſucht die Wunde. Sie iſt nicht tödt⸗ lich; denn der Dolch war von dem Beine abgeglit⸗ ten. Aber Claudine kommt nicht zu ſich. Man ver⸗ bindet ſie; man hält ihr allerhand Riechwaſſer vor. Belton, der ihr den Kopf ſtützet, ſieht, daß ſie ei⸗ ne Schnur am Halſe hängen hat. Er ziehet ſie her⸗ aus, und erblickt einen Ring... Es iſt der ſei⸗ nige, eben der, den er auf dem Montanverd der ſchönen Schäferinn gab, die er ſo grauſam verließ. Alles iſt entdeckt, alles liegt am Tage! Aber Bel⸗ ton hält an ſich. Er läßt eine Wärterinn kommen, welche Claudinen entkleidet und in ihr Bett trägt. Endlich kommt das arme Mädchen zu ſich, und be⸗ trachtet voll Erſtaunen die Wärterinn, den Wund⸗ arzt, ihren Herrn und den kleinen Benjamin, der,