Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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hänglichkeit zu, da ihr Herr ſie wieder zu ſeiner Ver⸗ trauten machte, und diente ihm mit eben der Treue.

Aber die Marquiſe war nicht die Frau, die das Herz ihres Engländers ſo ruhig einer andern über⸗ ließ. Sie ließ ihn ausſpioniren, entdeckte bald ihre

Nebenbuhlerinn, und entſchloſſen, alles zu thun, um

Herrn Belton entweder zurück zu bringen oder zu ſtrafen, erſchöpfte ſie alle Hülfsmittel der Schlau⸗ heit und Intrigue, ſeiner wieder habhaft zu werden. Ihre Bemühungen waren fruchtlos. Der Engländer

antwortete nicht auf ihre Briefe, kam nicht, ſchlug

ihre Beſtellungen aus, und verlachte ihre Drohun⸗ gen. Die Marquiſe, voll Verzweiflung, dachte an nichts als an Rache.

Einſt als Herr Belton ſeiner Gewohnheit nach um zwey Uhr Morgens von ſeiner neuen Geliebten wegging, ſein treuer Claude ihm folgte, und er ſchon mißvergnügt über ſie ihm ſagte, daß er große Luſt habe, nach England zurück zu kehren, fielen jähling vier Spitzbuben, die ſich an der Ecke der Straße verborgen hatten, mit ihren Dolchen über Herrn Belton her. Kaum hatte er Zeit, ſich an die Mauer zu ſtellen und die Hand an den Degen zu legen. Claudine aber hatte ſich beym Anblick der Mörder vor ihren Herrn hingeworfen und mit ihrer Bruſt den Dolch aufgefangen, der ihn durchbohren ſollte. Sie ſank zu Boden. Der Engländer, ſchreyend vor Wuth, läuft auf denjenigen zu, der ſie ver⸗ wundet hatte, ſtreckt ihn auf den Platz nieder, und