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nigkeit wollte ſich die Frau umbringen, griff nach einem Meſſer, weinte, riß ſich die Haare aus, und ſpielte Komödien, die Herrn Belton läſtig zu wer⸗ den anfingen. Claude ſah alles das mit an; denn Abends begleitete er ſeinen Herrn, und bediente ihn bey der Tafel, und morgens war er es, der ſeine Briefe zur Dame trug. Sein armes Herz litt ge⸗ nug dabey, aber es litt, ohne ein Wort zu ſagen. Er gehorchte ſeinem Herrn, der ihm täglich mehr Vertrauen ſchenkte, und ſich oft gegen ihn über das traurige unruhige Leben beklagte, das er führte. Claude wagte dann ihm manche kleine Warnung halb im Ernſt zu geben. Sein Herr billigte ſie, und verſprach ſie morgen zu nützen. Der Morgen kam, und Belton kehrte zu ſeiner Dame zurück, mehr aus Gewohnheit als aus Liebe; und Claude, der in ge⸗ heim weinte, nahm eine lächelnde Miene an, wenn er ſeinen Herrn begleitete.
So vergingen einige Monathe; endlich kam ein Mahl der Engländer und die Marquiſe ſo ſcharf an einander, daß jener ſich feſt vornahm, nicht mehr in ihr Haus zu gehen, und es ja zu halten, mit einer andern Dame ſich einließ, die auch nicht viel mehr werth war als jene, von der er ſich los gemacht hatte. Claudine fand in dieſer Veränderung nur ei⸗ ne neue Urſache, ſich zu kränken. So viel ſie auch geſagt, ſo viel ſie auch gethan hatte, ſo hieß es doch jetzt wieder von neuen anfangen. Sie ergab ſich darein ohne zu klagen. Sie hörte mit eben der Un⸗ terwürfigkeit, eben der Sanftmuth, eben der An⸗


