Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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dine erinnerte ihn, daß ihre Arbeit gethan ſey⸗ Herr Belton, der noch nicht fortging, zieht eine Guinee aus der Taſche, und gibt ſie ihr mit Rührung auf dem Geſichte. Ich kann nicht heraus geben, ſagte Claudine. Behalte es gans, erwiedert der Englän⸗

der, und antworte mir. Wäre es dir unlieb, dein

Geſchaft hier zu verlaſſen⸗ und in einen guten Dienſt zu treten? Das kann ich nicht, mein Herr. Warum nicht? Weil ich um nichts in der Welt mich von meinem Bruder trennen möchte. Wenn man ihn aber ſammt dir nähme? Das wäre et⸗ was anders. Wohlan, Claude! du biſt mein. Es ſoll dir recht gut in meinem Hauſe gehen, und dein Bruder ſoll auch da wohnen. Mein Herr, antwortete Claudine voll Verwirrung, haben ſie die Güte und geben Sie mir Ihre Adreſſe. Herr Bel⸗ ton zerriß den umſchlag eines Briefes, ließ ſich ver⸗ ſprechen, daß ſie ja nicht ausbleiben wolle, und ſetzte ſeinen Weg fort, wobey er doch oft zurück ſah⸗

Für Claudinen war es ſehr nöthig, daß die Un⸗ terredung endete; ihre Thränen erſtickten ſie faſt⸗ Sie eilte ihr Zimmer zu erreichen, und ſchloß ſich ein, zu überdenken, was ſie thun ſollte. Es ſchien ihr gefährlich, in die Dienſte des jungen Engländers zu treten; dennoch rief ſie ihr Herz hin⸗ Auch das Verlangen, dem Benjamin einen Vater zu geben, war ein ſtarker Beweggrund. Andererſeits machte ſie die Art, wie Herr Belton ſie hintergangen, und das Verſprechen, das ſie dem Herrn Pfarrer von Salenches und ſich ſelbſt gethan hatte, alle Gelegen⸗

Verm. Schriften⸗