Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Die Gans als Polyhiſtorinn. Eine Fabel aus dem Franzoſiſchen⸗

Peh! ſprach zu einer weiſen Schlange

Einſt eine ſtolze Gans und blähte ſich, am Range

Brauch' ich wohl keinem Thier, ja keinem nachzu⸗

ſtehn.

Wiſſ'! ohne mindeſte Beſchwerde

Verweil' ich in der Luft, im Waſſer, auf der Erde;

Ich kann dir fliegen, ſchwimmen, gehn.

Schon recht, ziſcht ihr die Schlang' entgegen,

Doch fliegſt du, wie der Adler fliegt?

Schwimmſt du den Fiſchen gleich? Läufſt du, wie Hirſche pflegen?

Das nicht, Frau Nachbarinn, ich denke, man be⸗ gnügt

Sich damit auch, viel halb und halb zu wiſen

Und heiſcht, daß uns darum die Andern. müſſen.

»Nicht doch, du gute Gans, denn dieſes feine Recht

Gebührt allein dem menſchlichen Geſchlecht.