Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Pflanzt Dame Schönheit ſtolz ſich unter das Geſicht

Der Gegnerinn, erhebt die Stimm' und ſpricht:

Pah! was verſteheſt du? brav Thoren anzuwerben,

Nicht wahr? zu pfuſchen, zu verderben?

Kaum zieh' ich mir ein Mädchen groß

Und ſchmücke ſie mit meinen beſten Gaben;

So muß der Henker deinen Troß

Gleich hinter ihrer Ferſe haben.

Im weißen Kleid der Unſchuld nahn Friſeur,

Schnellfüßig, wie Achili, Putzhändlerinnen-Schaa⸗ ren

Mit lüftigen, doch theuren Waaren

Und Juwelier und Parfumeur.

Das Alles kommt und ſalbt und zieret

Und kleidet aus und kleidet an,

Daß ſich mein beſſers Werk darunter faſt verlieret,

Und ich es ſelbſt kaum unterſcheiden kann.

Kein Wunder! wie die Frau, iſt auch das Haus⸗ geſinde,

So oft ich dich auf meinen Wegen finde,

Seh'ich dich anders: jetzt haſt du ein gelbes Haar,

Gelb, wie die Locken unſers Bruders,

Doch kaum vergeht ein halbes Jahr,

So iſt's durch Hülfe deines Puders

Schwarz, dunkelhell, braun, roth ſogar.

Heut deckeſt du damit die Ohrenläppchen,

Und ſtürzeſt drauf ein roth Dubitza-Käppchen*),

Doch morgen ſchrumpfet die Friſur

Gewaltig ein und küßt den Saum der HOhren nur.

*) Bonnet a la Dubitza.

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