Jetzt rollſt du, voll von deinem Hoheitstraum, Den Prater durch in goldener Caroſſe,
Die Albion mit vier der ſchönſten Roſſe Beſpannen muß, und ſiehſt die Büſche kaum, Wo einſt dein Haupt, wenn lange ſchon der Tag Entſchluͤpft war, noch auf meiner Schulter lag.
Und ſteigſt du ab beym Schauſpielhaus, ſo greift Schnell ein Lackey um deine lange Schleppe, Ein andrer eilt vor dir hinan die Treppe,
Ein dritter ruft, der Logenmeiſter läuft, Eröffnet dir die eigne Loge, bückt Sich tief vor dir, die mit dem Kopfe nickt.
Einſt ſaßeſt du dem letzten Platze nah', Doch ſo vergnügt, ſo feſt an meiner Seite, Und unterdeß ein Haufen müßger Leute Mit ſtarrem Blick auf das Theater ſah,
Hat deine Hand bald um mein Knie geſpielt, Und bald die Stirn durch Fachern mir gekuhlt.
Doch ſtill! nie ſoll ein Seufzer deinem Mund Nach jenem Gluck, das du verſcherzt, entzittern, Er würde nur dein jetzig Glück verbittern;
Und dieſes ruht ja ſo auf ſchwachem Grund: Denn laßt das Glück erſchöpfen ſeinen Schatz; Nie hat es doch für wahre Lieb' Erſatz.


