traum,
greift
lt, ihlt.
Mund tern,
An eine verklaͤrte Geliebte.
Hir wo gewöhnlich noch dem Morgenrothe Mein Aug' entgegen weint,
Beſchwör' ich dich, erſcheine meine Todte Erſcheine deinem Freund.
Verſchmäh' auch jetzt nicht dieſe kleine Kammer, Wo ich bey dir einſt ſaß,
Und Lebensmühe, Sorg' und Erdenjammer
An deiner Bruſt vergaß.
Doch ja, du kommſt, als Tröſterinn im Leide, Du Holde naheſt dich, Wie Engel ſchön, im weißen Todtenkleide, Und ſo umſchwebſt du mich, Verheißeſt mir, was ich ſo ſehr verlange, Ein kühles, ſanftes Grab, Und trockneſt mir die thränennaſſe Wange Mit deinem Schleyer ab.
Doch bald verſiegt iſt dieſe Thränennäſſe; Mein ſterbend Auge bricht, Die Wange ſinkt, und kalte Tovtenbläſſe Umzieht mein Angeſicht. Auch ich, wohl mir! werd' auf der Bahre liegen, Frey von des Lebens Laſt; Auch ich die ſchöne Palmenkron' erſiegen, Die du erſieget haſt.


