Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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MN

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Si Theil dieſes Stammes wanderte nach Norden. ieſe Gotheneinwanderung iſt älter als die ſpätere, wo Sigge Fridulfſſon(ein jüngerer Sprößling von Odin) mit den Schweden an den Mälarſtrand kam. Unſere Väter, Schweden ſowohl als Gothen, haben, wie wir wiſſen, viele Erinnerungen von den Myſiern, Thrakern und Frygiern(Friggas Volk) beibehalten; und als Gange Rolf im zehnten Jahrbundert in Frank⸗ reich landete, behauptete er nicht nur, er ſtamme von den Trojanern her, ſondern er ſchloß darum auch ein Freundſchaftsbündniß mit den Franken, die denſelben Urſprung hatten. Ich hätte noch Manches beizuſetzen, was aber zu weitläufig würde. Ich will nur an die Freundſchaft erinnern, die mit kleinen Unterbrechungen beſtändig zwiſchen den Schweden, Franzoſen und Neu⸗ türken(den Beherrſchern der Trojanerländer ſeit 1450) geherrſcht hat: eine Freundſchaft, die ſich nicht nur auf politiſche Verbindungen gründet, ſondern auf eine weit innigere und ältere Sympathie, als man ver⸗ muthet. O meine Kinder, wie wenig weiß man im Allgemeinen von dem, was im Grund der Geſchichte ruht! Jetzt ſollt ihr hören, was mir Franz von Trojamala im Almunsrpder Kirchſpiel, Bezirk Kinne⸗ wald in Smaland, ſchreibt.“

Alle Mitglieder der literariſchen Geſellſchaft er⸗

hoben ſich vor Neugierde, und verſammelten ſich um

den Vater der Akademie, der fitzen blieb, während er folgendermaßen ſprach:

„Franz,“ ſagte er,„war eines Tages mit Richard Ferumo nach dem Hartgreper Leugetraug(Schwemm⸗ trog, Waſchzuber), wie jener See noch heutiges Tages heißt, hinüber gerudert. Sie waren ans Land ge⸗ ſtiegen, und hatten ſich nach einigen romantiſchen Umherwanderungen in den Trojawald vertieft, wie die großen Holzungen dort ebenfalls noch immer heißen. Es war ihnen, als wiege ſich jeder Zweig, jedes Blatt geheimnißvoll und wunderbar auf den

Drei Frauen in Smaland. M. 21