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ſchichte über den trojaniſchen Krieg geleſen; ſie kann⸗ ten die Jliade eben ſo gut wie die Odyſſee. „Meine Freunde,“ ſagte Herr Hugo,„ihr ſolltet mich eher fragen, wie die Thraker, Teukrer und Vor⸗ dertürken in unſern Norden gerathen ſind. Denn der Name Trojaner iſt an ſich ſelbſt von einer mindern Bedeutung; wie auch Troja eher ein Eigenſchaftswort als ein Eigenname iſt, und die troiſche, toriſche, tu⸗ riſche Stadt bedeutet, deren Mittelpunkt und vornehm⸗ ſtes Heiligthum Ilion(Helion) hieß, d. h. Sonnen⸗ ſchloß, Feuertempel oder Sonnenhof, was ungefähr daſſelbe bedeutet wie bei uns Soltuna oder Sollen⸗ tuna.“
„Großer Gott!“
„Nach Trojas Zerſtörung wollten die myſiſchen Thraker, welche durch Trojas Brand ihren Haupt⸗ tempel verloren hatten, nach einem andern Lande wandern, um eine neue und ſchönere Heimath für ihre Götter, ihren Glauben, ihre Künſte und ihre Geheim⸗ niſſe zu ſuchen. Nach manchen Irrfahrten kamen ſie an die Donaugegenden, und das europäiſche Möſien hat ſeinen Namen von dem afiatiſchen Mpſien, wie auch die Möſogöten Kinder jener Turaner oder Troer waren. Jetzt aber trat eine merkwürdige Begebenheit ein. Das Volk trennte ſich. Ein Theil wanderte un⸗ ter dem Helden Frank(Franko) nach Weſten, nannte ſich Franken, und gründete endlich über dem Rhein ein neues Troja(Troyes). Der andere Theil blieb noch länger dort wohnen. Einige von den Aſen vom Mäotis, die durch die Schifffahrt immer mit den Thrakern, Myſiern und Troern in Verbindung geſtan⸗ den waren, hatien nach der Niederlaſſung jener in der neuen Gegend eine nähere Bekanntſchaft mit ihnen unterhalten. Einer dieſer Aſen, den Schriftſteller des Mittelalters Dicenäus nennen und der für einen Nach⸗ kömmling Odins gehalten wurde, lehrte ſie hier viel
von der Aſenweisheit. Er zog mit ihnen fort. Ein
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