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werden. Und darum eben bin ich ſo innig, ſo ſeelen⸗ vergnügt, die ganze Welt ſteht vor mir wie eine Idylle, ſie endigt ohne mein Dazuthun in Verſöhnung, Freude, und Frieden, wobei Alles zuſammentrifft und zuſammenpaßt. Ich kann nicht helfen, ich muß offen ausſprechen, wie ich fühle. Erinnern wir uns des heiligen Evangeliums, worin von Chriſti Leben und Lehren die Rede iſt, ſo wiſſen wir auch, wie er dort an einer Stelle von ſeiner zweiten Ankunft ſpricht: ihr werdet ſehen des Menſchenſohn(nämlich Gottesſohn) kommen in einer Wolke. So heißt es. Wir können alſo das Chriſtenthum ohne Schwierigkeit in zwei Perioden eintheilen: die erſte vor, die zweite nach jener nochmaligen Ankunft Chriſti. Die erſte Periode, wo das Chriſtenthum noch mit einer Menge heidni⸗ ſcher, es umgebender und ſchimmernder Elemente zu kämpfen hatte, mußte natürlich einen Gährungspro eß in der Menſchheit von ſehr nervenerſchütternder Art enthalten. Deßhalb mußte auch dieſe Periode von ihren höchſt ſonderbaren Sekten erfüllt ſein, welche die Kirchenhiſtorie dieſer Zeit beſpricht? und zwar nicht nur von Leſereien geiftlicher und ſchöner Art, ſondern auch von Muckereien, die mit den häßlichſten Geſichts⸗ bildungen verbunden waren. Wenn wir die Sache aber von der rechten Seite betrachten, ſo werden wir gleich⸗ wohl dieſe Sekten in ihrer Art achtungswerth finden; alle führen die Menſchheit zum Ziele. In ſolchen Zeiten aber iſt auch eine große Maſſe von Sünde unter den Menſchen; da die Geſetze, deren Stifter das Weſentliche im Menſchen, um das es ſich im Grunde handelt, nicht zu treffen vermocht haben, verſchiedenes mehr oder minder Schiefes feſtſetzen; ſo daß eine Menge Menſchen dadurch daß ſie leben, gegen dieſelben anſtoßen. Dann das Große, Unbegreifliche, welches gleichwohl ſtets und ununterbrochen Statt hat und dem nicht abzuhelfen iſt, beſteht darin, daß die Men⸗ ſchen leben; und dadurch eben verfehlen ſie ſich gegen


