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Kirche einen beſtimmten Einfluß auf die Sonnenflechte im Diafragma hat. Dieſe Flechte aber ſetzt immer einen gewiſſen Nerventanz in größerem oder geringe⸗ rem, doch— glaubt mir!— immer in einigem Grade in Bewegung. Es hängt jetzt nur von der phyſiſchen Stärke des Zuhörers ab, ob dieſer Nerventanz in totale Tanzmanie, St. Veitstanz, Shäkerei, Chorca und die abſcheulichſten Muskelverdrehungen übergehen ſoll, oder ob er es nur mit einer kleinen heilſamen Erſchütterung des ganzen Körpers bewenden läßt, welche dann Lebhaftigkeit, Geſundheit und am Ende ſogar Schönheit zur Folge hat. Wir ſehen alſo, wie die Bildung nicht nur auf den Geiſt einwirkt, ſondern
auch auf das Somatiſche; und das Nämliche, was durch Vermittlung des Gehirns und des Nervenſyſtems die Muskeln, Knochen, Adern und endlich die Haut
affizirt, und dadurch der Perſon Geſundheit, Kraft und Schönheit verleiht, kann in ſeinem Uebermaß, oder wenn der Empfänger von der Art iſt, daß er falſch empfängt, Krankheit der Muſkeln, Hüpfen, Häßlich⸗
keit und ein ſo unordentliches Blut erzeugen, daß es
ſogar in Finnen ſich äußern kann. Wenn daher die vorgelegten Gründe, woran meine Akademie wohl nicht zweifeln wird, richtig ſind, ſo dürfte man leicht einſehen, daß Jeder von uns, der ſeine Bildung durch Studien, Lektüre, Muſik, Zeichnen, Poeſie oder was es nun ſein mag, empfängt, ſteis während dieſer Zeit etwas mondſüchtig iſt; obſchon er(oder ſie) kein wirk⸗ licher Lunatiker und ebenſo wenig Selenatiker wird, wenn es nicht in der Narrheit zu weit mit ihm geht—“ „Alſo—“ unterbrach ihn Fräulein Eleonora. „Alſo iſt es mein Wunſch, meine gute Schweſter, daß wir jede Art Leſerei, Chriſtenthum oder Bildung mit Gerechtigkeit und Billigkeit betrachten. Denn es iſt keine ſo leichte Sache.“ „Aber am Ende?“ „Am Ende wird es gut, vollkommen und recht


