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in dem man ſich befindet, zu dem höheren Leben iſt nicht ſo leicht, als der Weltmann glaubt; und wenn Einer auf dem ſchmalen Pfade hienieden ſtrauchelt, wenn Einer darauf umfällt, wobei ſich unwillkürlich gar ſonderbare Manieren zeigen mögen— ſo laßt uns billig ſein. Futrema se tangunt, heißt es; was ich überſetzen will: les extrémes 8e touchent. O meine Freundel verſtehen wir die Sache recht, ſo werden wir einſehen, daß ſelbſt das Chriſtenthum, das Höchſte von allem Leben auf Erden, gerade indem es den Geiſt verwandelt, umſchafft und umwendet, auch zu⸗ gleich die größte Umwälzung im Körper hervorbringt. Es iſt eine bekannte Sache, daß geiſtigthätige, leb⸗
hafte Menſchen beinahe nie krank ſind. Woher kommt dieß, wenn nicht daher, daß derſelbe Gotteshauch, der die Seele erfaßt und geſund gemacht hat, auch den Körper ergriff, das Animaliſche im Weſen der Perſon reinigte, und ſelbſt in das Irdiſche eine kraftvolle Harmonie legte. Dieß läßt uns begreifen, wie es den Miſſionären und Märtyrern aller Art hli 3 n⸗
war, jene beinahe ans Wunderbare grenzenden
ſtrengungen in allen Ländern durchzumachen und bei⸗ nahe wie Nichts zu tragen; dieß läßt uns jene Er⸗ zählungen begreifen, die uns oft wie Legenden vor⸗
kommen, und es in ihrer Uebertreibung wohl auch ſein mögen, die aber doch einen gewiſſen, großen und wah⸗ ren Fond haben: nämlich die in der Wirklichkeit er⸗ tragene Beſchwerde. Daraus läßt ſich aber auch auf der andern Seite begreifen, wie es kommen kann, daß Menſchen ohne geiſtiges Leben und Thätigkeit, Men⸗ ſchen, die es zur Lebensregel genommen zu haben ſcheinen, ſich nur um ihren Körper zu bekümmern, ſo ſehr oft dem Genius der Krankheit, der Gebrechlichkeit, der Schwachheit, Ermattung und Kläglichkeit anheim⸗ fallen. Der Körper dankt der Vorſorge durchaus nicht, die er genießt. Er iſt an ſich ſchon ein Betrüger, wenn er nicht ganz vom dem Geiſte in Beſchlag ge⸗
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