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liegt, ohne daß ich damit etwas Verletzendes oder Herabſetzendes gegen Zuckungen einer andern Art ge⸗ ſagt haben will, die vielleicht von noch größerer Bedeutung ſind. Ich hatte, wie bereits bemerkt, früher die Hoff⸗ nung gehegt, daß weder der St. Veitstanz, noch die Tanz⸗ manie überhaupt, die Muskelverzerrungen oder irgend eine Gattung von Nervenzufällen etwas mit dem Chriſtenthum zu ſchaffen haben möchten. Allein es hat ſich wunderbar herausgeſtellt, meine Freunde, welche große Rolle der Körper zu jeder Zeit bei einer geiſti⸗ gen Thätigkeit geſpielt hat. Man wird ſehr wenig Beiſpiele von Apoſteln aufweiſen können, von Lehrern von dem höchſten idealiſchen Range, die bei ihrer Thätigkeit unter der Menſchheit nicht auch überall, wo ſie waren, den Körper beigezogen haben. Ja faſt immer äußerten ſie ſich durch ſeine Organe. Ebenſo ſelten werden die Fälle ſein, wo die Zuhörer die Lehre ohne den Körper auffaßten; oder wo ſie nicht durch einige phyſiſche Bewegungen, ſei es der Bruſt, der Augen oder des Mundes, die Wirkung zu erkennen gaben, welche das Angehörte auf ihren Geiſt machte. Ich könnte etwa nur die Momente, in welchen die Zuhörer ſchliefen, als ſolche bezeichnen, wo der Körper gar nicht an der Unterweiſung Antheil genommen hattez doch will ich dieß gerade auch nicht als die geiſtigſte Auffaſſungsart darſtellen, ungeachtet der Geiſt hiebei allein ſein mag. Laßt uns daher das Animaliſche durchaus nicht von der Religion ausſchließen, oder die Zeichen verkennen, die meiner Anſicht nach der Körper faſt nothwendig äußern muß, wenn der Geiſt irgend Etwas empfindet; laßt uns die Shäker, Quä⸗ ker, Lunatiker und Dämoniaken nicht verachten; ſon⸗ dern lieber den Nerventanz begreifen, die Chorea ver⸗ ſtehen und allem Unfinn Gerechtigkeit anthun. Mit wenig Worten, meine Freunde— denn wir ſind ja Menſchen!— laßt uns nicht unduldſam gegen die Ver⸗ rückten ſein. Der Uebergang von dem Schlamme, Drei Frauen in Smaland. U. 20


