Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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er mit einem halben Seufzer. Der Knecht zog die Zügel an und man kam wie in einem Leichenzuge vor⸗ wärts.„Ach was!“ rief die Probſtin nach einer Weile ungeduldig:„fahr zu⸗ lieber Jean; wir kommen zwar nicht aus einem Hochzeithaus, das iſt wohl wahr, aber doch ſo—“

Als man durch die Felder kam, wo die Aronfor⸗ ſiſchen Güter aufhörten, begegnete der Wagen einem Herrn, der ſpazieren ging und eben über den Zaunſteg geſchritten war, wo der Weg nach dem Probſthofe abfiel. Er grüßte. Es war Herr Medenberg.

Der Probſt erwiederte den Gruß mit Wärme, die Probſtin hingegen kalt; und man fuhr weiter. Sie bemerkte etwas biſſig:„Jetzt kann man ſich darauf verlaſſen, daß der Herr Informator friſche Luft ſchöpft, ſo oft und ſo viel es ihm beliebt.“

„Aber meine Liebe, entgegnete der Probſt,„liegt denn nicht der kleine Matts noch an den Blattern Ich begreife nicht, warum Du jetzt ſo böſe auf den Magiſter Medenberg biſt? Du, die ſonſt immer einen ſo gar großen Gefallen an ihm fand?“

„Gefallen* Ja. Aber kann man denn ruhig mit anſehen, daß— Er iſt doch wohl noch Diener in Aron⸗ fors, hoffe ich? er braucht nicht in aller Breite neben

ihr zu ſitzen, der noch dazu kaum für zwei Raum hat.

Ich muß ſagen, ich habe mir ganz andere Gedanken

Medenberg gemacht; und Marie hat echt.“

„Meine Liebſte!“ ſagte der Probſt abwehrend. Aber er ſetzte nichts Weiteres hinzu, und man fuhr unter einem langweiligen Schweigen nach Hauſe.

Als der Wagen an der Probſthoſtreppe anrollte, kam Marie heraus, um ihre Eltern zu empfangenz ſie blühte roſenfarb wie die Freude ſelbſt; und ihre Augen ſtrahlten, als ob ſie das koſtbarſte Geſchenk erhalten hätte. Sie hob ihre Mutter im Fluge aus